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Alt 25.02.11, 19:32   #1
DanielRiede
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Registriert seit: 02.2011
Ort: Riede
Beiträge: 8
Eichenholzfenster nach einem Winter schon am gammeln??

Hallo zusammen,

ich habe in meinem alten Bauernhaus (welches ich am umbauen bin) schöne massive dreifachverleimte Eichenfenster einbauen/produzieren lassen, leider ist bereits diesen Winter im Flügel sowie teils im Blendrahmen folgendes Bild zu sehen die Fenster verfärben sich und der Lack platzt teil leicht auf.

Meine Frage ist nun, was klann das sein?
Ist es die Gerbsäure im Holz (ist das Holz nicht ausreichend abgelagert)?
Ist es ein Fehler im Lack?
Ist es ein Fehler in der Fertigung?
Darf man Eichenfenster überhaupt mit Lack versiegeln? (der Lack soll Wasserlöslich und diffusionsoffen sein, laut Hersteller)
Die Fenster sind vierfach behandelt (imprägniert - Grundiert - Vorlackiert - und Endlackiert) so in der Art?!
Fangen meine Fenster an zu gammeln?

Bitte helft mir, ich habe schon mit dem Hersteller gesprochen, diese wiederum mit dem Farblieferanten, diese schließen alles aus (bis jetzt) und tendieren zur Feuchtigkeit als Grund.

Als Hintergrund möchte ich noch folgendes hinzufügen:
Die Fenster wurden im Sommer 09 eigebaut bzw. gefertigt,
den Winter von 09 auf 10 hatte ich noch keine Rollschichten drin, daher konnte sich kein Schnee auf den Fensterbänken sammeln.
Diesen Winter waren die Rollschichten längst verbaut /gemauert und innerhalb des Zeitraums von Dez.10 bis Ende Jan.11 ist dieses Bild aufgetreten.
Der Schnee hatte sich dort gesammelt, das Haus wurde nicht beheizt, jedoch war ausreichend Zirkulation über die noch nicht versiegelte Decke gegeben (Nur Rigips, sonst bis unter die Pfannen offen, keine Dampfsperrfolie o.ä.).
Die Verfärbungen im Holz sind überwiegend an der Westseite des Hauses und ziehen sich rund herum.
Die Haustüre sitzt 1,5m weit nach innen versetzt, diese war zwar Schneewehen ausgesetzt, jedoch keinem Regenfall (dot sind keine Verfärbungen sichtbar).
Der hersteller sagte mir er hätte schon öfters Fenster aus Eiche Produziert jedoch in irgendeiner Farbe und nicht wie bei mir Farblos.
Ansich ist mein Hersteller ein nahmenhafter und guter Partner in Sachen Holzfenster, jedoch verbaut er meist Meranti oder Lerche oder sonst irgendwas.

Über ein paar Tipps, Anregungen oder Hilfe in jeder Form würde ich mich freuen.

Ich weis nicht was ich jetzt machen soll, können die Fenster drin bleiben oder gammeln diese weg, ist es nur ein optischer Mangel, oder oder...

Danke im voraus...
Daniel

PS. Bild sollte im Anhang sein, ich habe sonst auch noch mehr Bilder für Fachmeinungen gerne per Mail.
Meine: dk1300@gmx.de
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 100_0138.jpg (68,8 KB, 194x aufgerufen)

Geändert von DanielRiede (25.02.11 um 19:36 Uhr).
DanielRiede ist offline  
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Alt 26.02.11, 20:42   #2
meister
Mitglied
 
Registriert seit: 12.2002
Ort: 33034 Brakel, Kreis Höxter, Weserbergland Ostwestfalen NRW
Beiträge: 964
Eiche farblos? also eine nichtpigmentierte Lasur? die hält nicht mal 1 Jahr!
Die Konstruktion des Fensterflügels sieht auch ein wenig seltsam aus.
Und für ein unbeheiztes Haus sind die Fenster auch sicher nicht gedacht.
Ich würde mich mal nach einem SV in Ihrer Umgebung erkundigen (Innung oder Handwerkskammer)
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Gruß, Thomas
"feel wood-feel good"

meister ist offline  
Alt 27.02.11, 11:20   #3
kstandecker
Karl Standecker
 
Registriert seit: 03.2005
Ort: 92256 Hahnbach
Beiträge: 4.616
Hallo,
ich denke das hier Wasser über die V-Fugen eintritt. Zu wenig Schichdicke an den V-Flächen.

Nach dem Bild zu Urteilen handelt es sich um eine arg dem Wetter ausgesetzte Fassade. Eine pikmentlose Beschichtung ist hier nicht ratsam. Das die fehlende Pikmentierung die Grundlage für das "Schadensbild" darstellt, würde ich nach der relativ kurzen Nutzungsdauer ausschliesen. Ich würde die Konstruktion der Elemente sowie der V-Fugen auf die "glätte" der unbehandelen Oberflächen und der Beschichtungsdiche untersuchen.
__________________
mfG aus Bayern Karl Standecker
kstandecker ist offline  
Alt 27.02.11, 11:35   #4
Axel
Mitglied
 
Registriert seit: 09.2001
Ort: 08340 Schwarzenberg OT Pöhla
Beiträge: 2.365
..ich denke auch die farblose Lasur und fehlender Hirnholzschutz in der V-Fuge.
Das sollte der Fensterlieferant aber wissen, das farblos außen nicht geht. Oder hat er es dir nicht gesagt? Wir fertigen sowas nur unter ausschluss jeglicher Gewährleistung. Dann wollen die meisten doch "irgend eine Farbe".
__________________
Axel Witzki
Axel ist offline  
Alt 27.02.11, 14:10   #5
Lukas Ensikat
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 11.2005
Ort: Bärlin
Beiträge: 1.028
Wie sollen Pigmente verhindern, daß eine Schicht von Wasser unterlaufen wird?
Die Pigmente könnten dafür sorgen, daß man es später sieht.

Gruß Lukas
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Lukas Ensikat ist offline  
Alt 27.02.11, 14:33   #6
meister
Mitglied
 
Registriert seit: 12.2002
Ort: 33034 Brakel, Kreis Höxter, Weserbergland Ostwestfalen NRW
Beiträge: 964
Die Pigmente verhindern z.B das der Lack sich schon im ersten Jahr quasi in nichts auflöst. Und ein versprödeter gerissener Lack kann auch keine V Fugen mehr schützen. Aber bevor man in die Kristallkugel sieht sollten diese Fenster
sachkundig vor Ort Beurteillt werden, sonst können die bald in die Endsorgung
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Gruß, Thomas
"feel wood-feel good"

meister ist offline  
Alt 27.02.11, 15:16   #7
Lukas Ensikat
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 11.2005
Ort: Bärlin
Beiträge: 1.028
Zitat:
Zitat von meister Beitrag anzeigen
Die Pigmente verhindern z.B das der Lack sich schon im ersten Jahr quasi in nichts auflöst.
Das halte ich für Quark. Entweder der Lack ist für außen geeignet oder nicht. Es gibt durchaus Klarkacke, die für außen geeignet sind. Pigmente können ein UV-Schutz sein.
Das Bild zeigt eindeutig, daß es an Feuchtigkeit liegt. Da hätte kein Pigment etwas gegen machen können.

Gruß Lukas
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Lukas Ensikat ist offline  
Alt 27.02.11, 15:45   #8
khirsch
Mitglied
 
Registriert seit: 02.2003
Beiträge: 33
fehlende Stirnholzversiegelung an den V-Fugen, ungenügende Abtropfmöglichkeit an der Aufdopplung (Kantenrundung vorhanden?), an der Kreuzsprosse fängts auch schon an, der zusätzliche Zierfalz am Glasfalzüberschlag trägt auch nicht gerade zum ungehinderten Wasserabfluss bei.

Gruß

Karl
khirsch ist offline  
Alt 27.02.11, 17:56   #9
Lackierer
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Registriert seit: 11.2008
Ort: Österreich
Beiträge: 301
Eiche verfärbt sich sehr schnell bei Feuchtigkeitseintritt.

Speziell im unteren Bereich, wo sich Schnee über längere Zeit halten kann, ist die Belastung an Feuchtigkeit sehr hoch.

Auch vermute ich, dass sich an der waagrechten Sprosse mittig Schnee festsetzen kann, dadurch erklärt sich diese Verfärbung. Zudem glaube ich nicht, dass diese Sprosse mit dieser Profilierung der Normrundung von 2,5mm Radius entspricht.

Mit einer Lacklupe lässt sich leicht feststellen, ob Mikrorisse auf der Fläche und im Bereich der V-Fuge aufgetreten sind. Auch wie diese "scharfen" Kanten bereits nach zwei Jahren aussehen.

Ist das schon einer der ersten Schadensfälle, die bereits mit den "neuartigen UV-festen farblosen Beschichtungen" auftritt?
__________________
Spezialist für Holzfensteroberflächen.
Lackierer ist offline  
Alt 27.02.11, 18:03   #10
Uli
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Registriert seit: 10.2007
Ort: 35683 Dillenburg
Beiträge: 986
Zitat:
Zitat von Lukas Ensikat Beitrag anzeigen
Das halte ich für Quark. Entweder der Lack ist für außen geeignet oder nicht. Es gibt durchaus Klarkacke, die für außen geeignet sind. Pigmente können ein UV-Schutz sein.
Gruß Lukas
Hallo Lukas,
das was Thomas schreibt ist kein Quark es ist schon so wie er es schreibt.
Außerdem kenne ich im Fensterbau keinen farblosen Lack der für außen geeignet ist.
Du schreibst es gebe dafür Lacke, bitte nenne mir diese doch da ich
solche suche.
__________________
Gruß

Uli
Uli ist offline  
Alt 27.02.11, 18:07   #11
Lackierer
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 11.2008
Ort: Österreich
Beiträge: 301
Zitat:
Zitat von Uli Beitrag anzeigen
Du schreibst es gebe dafür Lacke, bitte nenne mir diese doch da ich
solche suche.
http://mz.teknos.com/marketingzone/g...-48A2A68F90F3}
__________________
Spezialist für Holzfensteroberflächen.
Lackierer ist offline  
Alt 27.02.11, 18:09   #12
Lukas Ensikat
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 11.2005
Ort: Bärlin
Beiträge: 1.028
Im Bootsbau ist das gang und gäbe.
Such mal z.B. nach "Blue Peter".

Bri..ux 780, 784

Gruß Lukas
__________________
Nicht überall, wo Sachverstand dran steht, muß auch Sachverstand drin sein.

Geändert von Lukas Ensikat (27.02.11 um 18:18 Uhr).
Lukas Ensikat ist offline  
Alt 27.02.11, 18:25   #13
Holzfans
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 02.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 458
Schade das die nichts über durchschnittliche Überarbeitungsintervalle schreiben.

Da warte ich mal noch Erfahrungswerte ab.

Zowosan hat so was auch schon vor ein paar Jahren beworben.
Da waren die Lasuren aber auch nicht wirklich farblos.

Ich halte mich dann doch lieber an die Rosenheimer Tabellen.
Sonst haut dir doch im Schadensfall jeder SV das Ding um die Ohren.
__________________
Gruß Christoph
Holzfans ist offline  
Alt 27.02.11, 18:29   #14
Holzfans
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 02.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 458
Zitat:
Zitat von Lukas Ensikat Beitrag anzeigen
Im Bootsbau ist das gang und gäbe.
Such mal z.B. nach "Blue Peter".

Bri..ux 780, 784

Gruß Lukas
Blue Peter habe ich zwar beim Googlen nicht gefunden, aber als Bootsfahrer weiss ich das bei Klarlacken von den Herstellern eine Haltbarkeit von 2 Jahren angegeben wird.

Aus eigener Erfahrung halten auch Markenprodukte in expandierten Bereichen nur 1 Jahr.
Seitdem ich die Holzteile auf meinem Boot mit pimentierten Fensterlasuren beschichte, habe ich deutlich länger Ruhe!
__________________
Gruß Christoph
Holzfans ist offline  
Alt 27.02.11, 18:36   #15
meister
Mitglied
 
Registriert seit: 12.2002
Ort: 33034 Brakel, Kreis Höxter, Weserbergland Ostwestfalen NRW
Beiträge: 964
Na das mit den Bootslacken auf Fenstern hatten wir wohl im letzten Jahrhundert zur genüge, was das für das Holzfensterimmage getan hat kann man an den Marktanteilen ablesen. Ob sich die klaren UV-Schutzlacke bewähren sehen wir wohl auch leider erst wenn wieder betroffene Kunden auf PVC Fenster umsteigen (oder es funktioniert, was das Holzfensterimmage mit naturnahen Oberflächen natürlich nach vorne bringen würde)

In Bezug auf Quark: woher weiss man den nur durch das Betrachten des Bildes das der tatsächlich verwendete Lack (die Grundierung und der Isoliervorstrich-(Eiche!)) tatsächlich für die Aussenanwendung geeignet ist?? Es gibt es auch Leute die schon Pferde haben sehen

Und noch mal in Bezug auf Quark eine zitierte Stelle aus dem Buch Holzlackschäden von Dr. Andreas Tetter:" die energiereiche UV-Strahlung vermag auf ihrem Weg durch die Lasurschicht bei unzureichendem UV schutz das Bindemittel regelrecht zu zertrümmern. Dadurch kommt es zu einer massiven Versprödung der Lasur" so und alles weitere kann sich ein Holzfensterexperte wohl denken, oder?
__________________
Gruß, Thomas
"feel wood-feel good"

meister ist offline  
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