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Alt 22.01.11, 11:30   #1
claragi
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Ort: Grevenbroich
Beiträge: 5
Fensterauswahl - U-Wert bzw. Bauart Holz-Alu-Fenster

Hallo,

ich bin z.Zt. bei der Auswahl neuer Fenster für ein 1983er Reihenhaus. Beim Versuch, einen Überblick über das Thema zu bekommen, ist die Rubrik "Fachwissen" und dieses Forum eine wahre Goldgrube. Dafür möchte ich mich bei allen Usern und vor allem bei Herrn Ries ausdrücklich bedanken!

Obwohl ich jetzt seit einiger Zeit hier mitlese, sind noch eine Menge Fragen für mich offen bzw. würde ich gerne einige meiner Schlussfolgerungen kurz bestätigt haben - ich bin mir sicher, dass ich nicht alles richtig verstanden habe :-).

Rahmenbedingungen:
Reihenmittelhaus (Häuser teilweise versetzt)
Baujahr 1983
2-geschossig
Flachdach
bisher Holzfenster mit Doppelverglasung
Wandaufbau lt. Baubeschreibung von 1983:
„Aussenwände in zweischaliger Ausführung mit zwischenliegender Dämmung, gemäß DIN 1053. Innenschale in Kalksandsteinmauerwerk bzw. Bimssteinmauerwerk, gemäß stat. Erfordernis. Aussenschale in normalformatigen strukturiertenrotbunten Ziegelsteinen, mit wasserabweisender Verfügung. ... Das Aussenmauerwerk im Bereich der Verblendung erhaelt eine 60mm starke Waermedämmung aus Glasfaser-Kerndämmatten, unter Berücksichtigung der DIN 4108.“

Eine zusätzliche Gebäudedämmung ist aufgrund der Klinker nicht geplant, allenfalls später einmal eine zusätzliche Dämmung des Flachdaches.

Daraus folgt für mich, dass Fenster mit maximaler Dämmung nicht sinnvoll sind. Geplant sind daher 2-fach verglaste Fenster mit einem uw von 1,3. Rahmenbreite aufgrund der 2-fach Verglasung ca. 68-70 mm.

Da ich bisher Holzfenster hatte und das zugehörige Streichen sehr lästig fand, wollte ich zunächst Kunststofffenster entscheiden, inzwischen sind aber auch Holz-Alu-Fenster im Rennen. Diese gefallen mir optisch deutlich besser.

Mein Problem ist jetzt, dass hier im Forum die klassische Bauform von Holz-Alu Fenster (Glas beidseitig von Holz gehalten) der Variante, bei der das Glas von außen durch die Alu-Leiste gehalten wird, vorgezogen wird. Es wurden mehrfach massive Probleme mit Kondenswasser im Innenbereich geschildert, die für mich absolut nicht akzeptabel wären. Die meisten dieser Bericht sind bereits etwas älter.

Dagegen scheinen inzwischen fast alle Hersteller nur noch Konstruktionen mit reinen Aluminium-Aussenseiten zu produzieren. Ich habe nur noch die Firmen Rekord (Dägeling), Gaulhofer und Sorpetaler gefunden, die die klassische Variante herstellen.

Zu diesem Thema gab es anscheinend ein Kapitel im „Fachwissen“ von Herrn Ries, dieser ist aber leider nicht mehr verfügbar (oder ich habe es einfach nicht gefunden).

Kann ich daraus schliessen, dass das Problem von den Herstellern gelöst wurde und aktuell auch bei dieser Bauart nicht mehr auftritt? Und wenn ja, wie wurden sie gelöst? Oder sind die geringen Herstellkosten so entscheidend, dass die vorhandenen Probleme (von den Herstellern) in Kauf genommen werden?

Soweit ich verstanden habe, wird doch das Problem durch eine Warme Kante zwar verringert, aber nicht behoben.

Sollte die genannten Probleme bei der Bauform, bei der das Glas von außen durch die Alu-Leiste gehalten wird, nicht gelöst sein, scheiden diese Fenster für mich aus. Damit wäre ich aber bei Holz-Alu-Fenstern auf die weinigen Hersteller der klassischen Variante festgelegt. Diese haben ihren Standort weit von meinem Wohnort entfernt und in akzeptabler Entfernung nur einen oder zwei (wenn überhaupt) Vetriebspartner. Dadurch ist die Auswahl für Angebote bzw. die Auswahl eines qualifizierten Fachbetriebs, leider stark eingeschränkt.

Für mich muss das „Gefühl“, dass ich beim ausführenden Betrieb habe, stimmen, ich muss ihm uneingeschränt vertrauen können. Gleichzeitig möchte ich kein Produkt kaufen, von dem ich nicht restlos überzeugt bin, nur weil mir der Fachbetrieb am besten gefällt. Wo liegt hier der beste Kompromiss?


Beim Thema Einbau beabsichtige ich eine (dampfdichte) Dichtleiste als innere Abdichtung einzusetzen, da ich vermeiden möchte, an allen Laibungen den Putz abzuschlagen, wieder glatt zu putzen, abzudichten und wieder beizuputzen zu müssen. Gibt es, fachgrechter Einsatz vorausgesetzt, irgendwelche Nachteile der Dichtleisten gegenüber selbstklebenden Bauabdichtungsfolien, die den höheren Aufwand rechtfertigen?

Jetzt ist mein erster Beitrag hier ziemlich lang geworden, sorry.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe

Gruss
Ralf
claragi ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 22.01.11, 13:17   #2
Hans D.
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 03.2009
Ort: Bayern
Beiträge: 533
Zitat:
Zitat von claragi Beitrag anzeigen
...dass hier im Forum die klassische Bauform von Holz-Alu Fenster (Glas beidseitig von Holz gehalten) der Variante, bei der das Glas von außen durch die Alu-Leiste gehalten wird, vorgezogen wird. Es wurden mehrfach massive Probleme mit Kondenswasser im Innenbereich geschildert, die für mich absolut nicht akzeptabel wären. Die meisten dieser Bericht sind bereits etwas älter.
..diese pauschale Sichtweise stört mich schon länger! Und aus der Praxis heraus kann ich sagen, dass ich noch nie Probleme mit dieser Konstruktion hatte.

Aber in so einem Forum stehn natürlich nie die "1000000" Fenster bei denen es funktioniert, sondern nur die Negativbeispiele!

Es muss immer eine ganzheitliche Betrachtung von Fenster, Einbausituation und Montage gemacht werden, das Ganze seriös durchgeplant und dann gibt es auch keine Probleme!

Zitat:
Beim Thema Einbau beabsichtige ich eine (dampfdichte) Dichtleiste als innere Abdichtung einzusetzen, da ich vermeiden möchte, an allen Laibungen den Putz abzuschlagen, wieder glatt zu putzen, abzudichten und wieder beizuputzen zu müssen. Gibt es, fachgrechter Einsatz vorausgesetzt, irgendwelche Nachteile der Dichtleisten gegenüber selbstklebenden Bauabdichtungsfolien, die den höheren Aufwand rechtfertigen?
..auch da bin ich ein strikter Gegner dieses Leistengeklebes. Wenn Sie sich für Holz-Alu-Fenster entscheiden reden wir über ca. 30+ Jahre Lebenszeit und niemand würde z.B. in einem Neubau solche Leisten dulden.
Für mich muss die Funktion und die Ästhetik stimmen.
Hans D. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.11, 13:55   #3
kstandecker
Karl Standecker
 
Registriert seit: 03.2005
Ort: 92256 Hahnbach
Beiträge: 4.636
Hallo,

Zitat:
..diese pauschale Sichtweise stört mich schon länger! Und aus der Praxis heraus kann ich sagen, dass ich noch nie Probleme mit dieser Konstruktion hatte.
Aber in so einem Forum stehn natürlich nie die "1000000" Fenster bei denen es funktioniert, sondern nur die Negativbeispiele!
....... bei nachfragen bei den Systemgebern bemerkt man da schon ein schlechtes Gewissen. Sachlich nachweisen kann`s keiner!

Zitat:
Es muss immer eine ganzheitliche Betrachtung von Fenster, Einbausituation und Montage gemacht werden, das Ganze seriös durchgeplant und dann gibt es auch keine Probleme!
...... und Wohn-u.Heizverhalten sowie die Lüftung und geographische Lage des Gebäudes nicht vergessen - dann funktioniert`s auch mit diesem System!
__________________
mfG aus Bayern Karl Standecker
kstandecker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.11, 15:20   #4
khr
Klaus-Hermann Ries
 
Registriert seit: 09.2001
Ort: 46244 Kirchhellen
Beiträge: 9.619
Zitat:
..diese pauschale Sichtweise stört mich schon länger! Und aus der Praxis heraus kann ich sagen, dass ich noch nie Probleme mit dieser Konstruktion hatte.
Aber ich und: aber Hallo!
__________________
Klaus-Hermann Ries (khr)
khr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.11, 15:55   #5
claragi
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 09.2008
Ort: Grevenbroich
Beiträge: 5
Hallo,


Zitat:
Zitat von Hans D. Beitrag anzeigen
Es muss immer eine ganzheitliche Betrachtung von Fenster, Einbausituation und Montage gemacht werden, das Ganze seriös durchgeplant und dann gibt es auch keine Probleme!

Was heisst den im meinem Fall "ganzheitliche Betrachtung"? Die Einbausitualtion habe ich versucht oben zu beschreiben. Was müsste ich für solche Fenster, einen fachgerechten Einbau vorausgesetzt, noch beachten?
Hat sich inzwischen etwas an der Konstruktion dieser Fenster geändert, sodass die Probleme nicht mehr auftreten, oder beruhen all die beschriebenen Probleme auf Planungs-/Einbaufehlern? Wenn ja welche sind das?

Zitat:
Zitat von Hans D. Beitrag anzeigen
..auch da bin ich ein strikter Gegner dieses Leistengeklebes. Wenn Sie sich für Holz-Alu-Fenster entscheiden reden wir über ca. 30+ Jahre Lebenszeit und niemand würde z.B. in einem Neubau solche Leisten dulden.
Für mich muss die Funktion und die Ästhetik stimmen.
Sie sehen also ein ästethisches Problem. Geht mir genauso, schön ist anders. Mir ging es in meiner Frage allerdings um eine technische Betrachtung. Gibt es auch technische Nachteile?

Zitat:
Zitat von khr Beitrag anzeigen
Aber ich und: aber Hallo!
Ich entnehme dem, dass sich Ihre Meinung zu diesen Fenstern nicht geändert hat. Ich bin sehr an Ihrem Artikel über dieses Thema interessiert. Habe ich ihn im Fachwissen übersehen? Wenn nicht, könnten Sie ihn mir zukommen lassen?
Mich würde auch interessieren, welche Hersteller von klassischen Holz-Alu-Fenstern ich mir Ihrer Meinung nach ansehen sollte.

Abgesehen vom Thema Holz-Alu-Fenster, sind meine Schlussfolgerung bezüglich U-Wert und Rahmendimensionierung grundsätzlich richtig?
claragi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.11, 18:03   #6
Hans D.
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 03.2009
Ort: Bayern
Beiträge: 533
Zitat:
Was heisst den im meinem Fall "ganzheitliche Betrachtung"? Die Einbausitualtion habe ich versucht oben zu beschreiben.
...wie Karl und ich bereits geschrieben habe:
geographische Lage, Einbausituation (z.B. in der Laibung), die Lüftungsplanung, Montage und dann noch das richtige Fenster dazu. Bei dem System mit Aluschale als Anschlag würde ich von 2-fach-Isoglas vehement abraten, Warme Kante ist ein absolutes Muss!!!


Zitat:
Hat sich inzwischen etwas an der Konstruktion dieser Fenster geändert, sodass die Probleme nicht mehr auftreten, oder beruhen all die beschriebenen Probleme auf Planungs-/Einbaufehlern? Wenn ja welche sind das?
Die Problematik lag an der Kälteübertragung an der Glaskante von außen nach innen und den daraus resultierenden Temperaturen innenseitig am Glasrand. Mittlerweile haben einige Hersteller den Glaseinstand vergrößert, bzw. eine Zusatzdämmung der Aluschale zum Glasrand oder auch den Einschub von Schäumlingen in diesem Bereich in die Aluschale.

Ich kenn die Geschichte von khr mit dem Tauwasser und der Eisbildung bei diesen Systemen, muss aber davon ausgehen dass hierbei einige ungünstige Parameter/Faktoren zusammenkommen müssen um zu dieser Sache zu führen.
Denn sonst müßten ja alle Fenster dieser Bauart diese Probleme zeigen.

Der von Ihnen erwähnte österreichische Hersteller mit der klassischen Bauart setzt da aber mit seiner Produktlinie Glassline dem Ganzen noch die Krone auf.
Ob das funktioniert ich bin eher skeptisch.

Zitat:
Mir ging es in meiner Frage allerdings um eine technische Betrachtung. Gibt es auch technische Nachteile?
Solang alles nach den Herstellerangaben ausgeführt wird gibt es keine techn. Nachteile.
Hans D. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.11, 19:11   #7
claragi
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Registriert seit: 09.2008
Ort: Grevenbroich
Beiträge: 5
Hallo Hans D.

danke für die schnelle Antwort.

Zitat:
Zitat von Hans D. Beitrag anzeigen
...wie Karl und ich bereits geschrieben habe:
geographische Lage, Einbausituation (z.B. in der Laibung), die Lüftungsplanung, Montage und dann noch das richtige Fenster dazu.
Die Geographische Lage ist Rheinland (also nass, aber selten wirklich kalt), der Einbau erfolgt auf der West- (häufiger Schlagregen bzw. Wind) bzw. Ost-Seite. Zur Einbausituation kann ich nicht mehr sagen, die Lüftung erfolgt rein manuell (Bj. 83), ein nachträglicher Einbau einer Lüftung ist nicht geplant (und auch wohl praktisch mit vertretbarem Aufwand nicht möglich). Und wie erkenne ich das "richtige" Fenster?

Zitat:
Zitat von Hans D. Beitrag anzeigen
Bei dem System mit Aluschale als Anschlag würde ich von 2-fach-Isoglas vehement abraten, Warme Kante ist ein absolutes Muss!!!.
In diesem Fall sind Holz-Alu-Fenster dieser Bauart nicht mehr möglich. Aus meiner Sicht ist eine 3-fach Verglasung bei der vorhandenen Bausubstanz nicht sinnvoll (so gerne ich auch optimal dämmen würde). Da das Haus nicht zusätzlich gedämmt wird, würde einen 3-fach Verglasung zu erheblichen Problemen mit Feuchtigkeit und - wenn es schlecht läuft- auch Schimmel im Wandbereich führen.

'Warme Kante' wird es übrigens auf jeden Fall geben, egal welche Fenster letztendlich eingesetzt werden.

Zitat:
Zitat von Hans D. Beitrag anzeigen
...Der von Ihnen erwähnte österreichische Hersteller mit der klassischen Bauart setzt da aber mit seiner Produktlinie Glassline dem Ganzen noch die Krone auf.
Ob das funktioniert ich bin eher skeptisch..
Gaulhofer hat neben Glassline noch die Baureihen Klassik 2gether und edition90 im Programm, die der klassischen Bauart entsprechen. Ich habe Gaulhofer aufgrund dieser Baureihen genannt.

Gruss
Ralf
claragi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.11, 19:55   #8
Spiekers
 
Benutzerbild von Spiekers
 
Registriert seit: 03.2003
Ort: 10249 Berlin
Beiträge: 3.944
Zitat:
Zitat von claragi Beitrag anzeigen
...Da das Haus nicht zusätzlich gedämmt wird, würde einen 3-fach Verglasung zu erheblichen Problemen mit Feuchtigkeit und - wenn es schlecht läuft- auch Schimmel im Wandbereich führen.
...
das verstehe ich physikalisch nicht....
  1. Dämmung (Uw-Wert) hat etwas mit dem Transmissionswärmeverlust zu tun
  2. Die Luftdichtheitsklasse was mit der Feuchte...
Über 2 ist hier nix geschrieben worden.
__________________
Mit freundlichen Grüßen

Ralf Spiekers
Tischler Schreiner Deutschland
Technik - Normung - Arbeitssicherheit
Spiekers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.11, 20:33   #9
claragi
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 09.2008
Ort: Grevenbroich
Beiträge: 5
Hallo Spiekers,

ich habe das so verstanden, dass es nicht sinnvoll ist, wenn der Dämmwert der Fenster höher ist als der des Mauerwerkes.

Die Wasser-Aufnahmefähigkeit von Luft sinkt doch mit der Temperatur. Bei einem hohen Temperaturgefälle zwischen außen und innen wird ab einer gewissen Temperatur Wasser kondensieren. Das sollte nicht auf der Innenseite der Wand bzw. im Mauerwerk geschehen, sonst stellen sich die genannten Probleme ein. Hat nun des Fenster einen geringeren Dämmwert als des Mauerwerk, kondensiert das Wasser in einem solchen Fall am Fenster - ist zwar auch nicht schön, aber dort richtet es (erst Mal) keinen Schaden an.

Natürlich sollte im Idealfall nicht soweit kommen (Lüftung), aber in einem Haus ohne Lüftungssystem ist das auch nicht auszuschliessen.

Da das Haus aufgrund seines Baujahres den heutigen Dämm-Standards in keinster Weise genügt, halte ich es nicht für sinnvoll, Fenster einzubauen, die für Niedrigenergie- oder Passivhäuser gedacht sind.

Ich habe gedacht, die Auswahl der Fenster sollte sich am Standard des Hauses orientieren.

Ist meine Überlegung falsch?

Gruss Ralf
claragi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.11, 09:08   #10
kstandecker
Karl Standecker
 
Registriert seit: 03.2005
Ort: 92256 Hahnbach
Beiträge: 4.636
Hallo,

Zitat:
Ich habe gedacht, die Auswahl der Fenster sollte sich am Standard des Hauses orientieren.
Ihre Beschreibung:
Zitat:
Wandaufbau lt. Baubeschreibung von 1983:
„Aussenwände in zweischaliger Ausführung mit zwischenliegender Dämmung, gemäß DIN 1053. Innenschale in Kalksandsteinmauerwerk bzw. Bimssteinmauerwerk, gemäß stat. Erfordernis. Aussenschale in normalformatigen strukturiertenrotbunten Ziegelsteinen, mit wasserabweisender Verfügung. ... Das Aussenmauerwerk im Bereich der Verblendung erhaelt eine 60mm starke Waermedämmung aus Glasfaser-Kerndämmatten, unter Berücksichtigung der DIN 4108.“
Überprüfen Sie mal den U-Wert Ihres Mauerwerks!
........ bei diesem Mauerwerksaufbau sind Fenster mit Uw-Werten um die 0,9 Wm2/K immer noch um einiges schlechter als die Wand.

........ man kennt die Ziel-Vorgaben der EU bis ca. 2020. Ihre jetziges Vorhaben mittels Fenstererneuerung kann bis mind. 2030 zeitlich greifen. Ihre jetzige Entscheidung greift auch in der "Wertigkeit" Ihres Hauses.

........ so nebenbei, Kältebrücken gibt es nicht!

Aus den Beschreibungen Ihrer Überlegungen erkenne ich, dass Sie das Thema noch nicht richtig wirklich verstanden haben. Ich rate Ihnen jetzt auch nicht zu 2 oder 3 Scheibenverglasung - das sollten Sie selber entscheiden und verstehen.

Eine Entscheidung sollte auf folgenden Überlegungen beruhen:

- der Fenstertausch beeinflusst das Wohn-,Heiz- und Lüftverhalten, wie gehe ich damit um?
- kann durch den Fenstertausch ein energetischer Vorteil für mich als Bewohner/Nutzer sowie mit Blick auf die Nachhaltigkeit genutzt werden?
- welchen Einfluss hat der Fenstertausch auf die Wertigkeit des Gebäudes?
- Ist eine Wirtschaftlichkeits-Berechnung gültig auf die nächsten 30 Jahre anzuwenden, oder spiegelt diese nur den Zeitraum der nächsten 3 -5 Jahre wieder?
__________________
mfG aus Bayern Karl Standecker
kstandecker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.11, 13:01   #11
Spiekers
 
Benutzerbild von Spiekers
 
Registriert seit: 03.2003
Ort: 10249 Berlin
Beiträge: 3.944
ich frage mal anders:

Haben sie umlaufende Dichtungen an Ihren Fenstern? Dann würde sich für die Funktionsfuge nicht wirklich hinsichtlich der Dichtheit was ändern.
__________________
Mit freundlichen Grüßen

Ralf Spiekers
Tischler Schreiner Deutschland
Technik - Normung - Arbeitssicherheit
Spiekers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.11, 09:59   #12
claragi
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Ort: Grevenbroich
Beiträge: 5
Zitat:
Zitat von kstandecker Beitrag anzeigen
Aus den Beschreibungen Ihrer Überlegungen erkenne ich, dass Sie das Thema noch nicht richtig wirklich verstanden haben.
Ja, ich befürchte Sie haben recht.

Zitat:
Zitat von kstandecker Beitrag anzeigen
Überprüfen Sie mal den U-Wert Ihres Mauerwerks!
........ bei diesem Mauerwerksaufbau sind Fenster mit Uw-Werten um die 0,9 Wm2/K immer noch um einiges schlechter als die Wand.
Ich habe das gerade mal mit einem U-Wert-Berechner überschlagen und komme auf einen Wert von ca. 0,5 Wm2/K.
Ist es sinnvoll, dass durch einem Energieberater verifizieren zu lassen, oder verwenden diese ebenfalls ähnliche Berechnungsprogramme? Die Alternative "Berechnung mittels Temperaturmessung" soll ebenfalls stark von den Rahmenbedingungen abhängen (z.B.Temperaturkonstanz). Gibt es noch andere möglichkeiten, den U-Wert zu bestimmen?

Das heißt also, vorausgesetzt der U-Wert der Wände liegt im genannten Bereich, dass ich problemlos Fenster mit einem U-Wert von 0,9 ( gleich 3-fach verglast) einsetzen könnte?

Mir geht es bei der Auswahl 2- oder 3-fach verglast nicht in erster Linie um die Kosten. Ihre Hinweise auf die Wertigkeit des Hauses bzw. die Nachhaltigkeit sehe ich genauso.

Ich ging nur bisher davon aus, das höhere Dämmwerte (= 3-Fach verglast) aus technischen Gründen nicht sinnvoll sei. Ich möchte Fenster mit dem kleinsten, in meinem Haus technisch sinnvollen U-Wert einsetzen.

Zitat:
Zitat von kstandecker Beitrag anzeigen
Eine Entscheidung sollte auf folgenden Überlegungen beruhen:

- der Fenstertausch beeinflusst das Wohn-,Heiz- und Lüftverhalten, wie gehe ich damit um?
Mein Wohnverhalten möchte ich nicht meinen Fenstern anpassen müssen. Inwieweit ich mein Heizverhalten anpassen müsste, ist mir nicht klar (Gas-Zentralheizung, über Raumthermostat gesteuert, normalerweise ca 21°C Raumtemperatur).
Das unser zukünftiges Lüftverhalten deutlich "bewusster" im Sinne von geregelter aufgrund der verringerten Luftaustausches (Undichtigkeit) als bisher sein muss, habe ich verstanden.

Zitat:
Zitat von Spiekers Beitrag anzeigen
ich frage mal anders:
Haben sie umlaufende Dichtungen an Ihren Fenstern? Dann würde sich für die Funktionsfuge nicht wirklich hinsichtlich der Dichtheit was ändern.
Das mit der Dichtung kann ich jetzt nicht sagen (bin nicht Vorort). Allerdings sind die Fenster definitiv nicht dicht!

Gruss Ralf
claragi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.11, 11:19   #13
kstandecker
Karl Standecker
 
Registriert seit: 03.2005
Ort: 92256 Hahnbach
Beiträge: 4.636
Hallo
Zitat:
Ich habe das gerade mal mit einem U-Wert-Berechner überschlagen und komme auf einen Wert von ca. 0,5 Wm2/K.
..... das kommt schon hin.

Zitat:
Das heißt also, vorausgesetzt der U-Wert der Wände liegt im genannten Bereich, dass ich problemlos Fenster mit einem U-Wert von 0,9 ( gleich 3-fach verglast) einsetzen könnte?
....einsetzen sollten, könnten aber auch 2-Scheiben mit Krypton sein.

Zitat:
Mein Wohnverhalten möchte ich nicht meinen Fenstern anpassen müssen.
...... auf viele Blumen und dichte Vorhänge sollte verzichtet werden, die Nachtabsenkung der Heizung sollte nicht unter 16°/17° eingestellt sein.
usw. usw.
__________________
mfG aus Bayern Karl Standecker
kstandecker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.11, 19:26   #14
FritzH
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 11.2010
Ort: OWL
Beiträge: 3
Jaaaaa, gerade wollte ich auch nach dem verschollenen Beitrag über Kondensation bei Holz-Alu-Fenstern im "Fachwissen" nachfragen, als ich hierüber gestolpert bin. Ich erinnere mich auch noch an einen Link mit diesem Namen, der aber zu nichts führte. Nach der Umsortierung fand ich ihn dann auch nicht mehr.

Da mich das auch sehr interessiert, frage ich hierzu nochmal nach, was daraus geworden ist bzw. ob man an die Infos noch kommt?

Zum Thema Hersteller der klassischen Holz-Alu-Fenster gibt es noch die Möglichkeit, bei den Aluprofilherstellern nach Tischlereien zu fragen, die die Profile verbauen. Ich stehe vor genau dem gleichen Problem. Von Bug habe ich leider keine Antwort bekommen (muß noch nochmal nachfragen) aber Gutmann konnte mir zwei Tischlereien hier in der Nähe nennen, die ich nächste Woche mal besuchen werde.
FritzH ist offline   Mit Zitat antworten
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